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Weiße Leiter

Es nähert sich in raschen Schritten der Tag, an dem ich mich stelle. Schon wäre mir fast ein "viel zu schnell" hereingerutscht, ein zögerliches, ein zurückhaltendes Aufschieben nach hinten, in die Ferne, in der ein Auge-in-Auge-Blick nicht möglich ist. Ich habe lange genug gewartet. Ich habe lange gestanden und gewartet, dass es sich von selbst bewegt. Liebes Monstrum. Ich habe zögerliche Schritte nach vorn gewagt und doch habe ich in der Rückschau das Gefühl, mich fast nicht bewegt zu haben. Vielleicht ist das ein Trugschluss. Vielleicht rede ich mich klein vor der Vergangenheit und vielleicht zerdenke ich mich viel zu stark zwischen Selbstzweifel und Vorwurf. Denn eigentlich ist gar keine Zeit, nach hinten zu blicken. Man muss sich stellen, irgendwann. Ich kann nicht immer weglaufen. In meinen Händen werden es bald 80 Seiten. Vielleicht ein paar mehr. Ein Zettelwerk aus vielen schwarzen Linien, an dem weiß mein Herzblut hinuntertropft. Es ist darin. Die Seiten halte ich zögerlich entgegen, die ausgestreckte Hand ist bereit, schicksalsergeben abgebissen zu werden. Sie weiß das nicht. Dann werde ich warten und mich der Rahmenhandlung widmen. Dann werde ich schreiben und warten und hoffen. Dann werde ich fragen und warten und hoffen. Dann werde ich lernen und lesen und zittern. Dann werde ich mir vor Panik die Nervenstränge ausreißen wollen. Vielleicht werde ich das große Schwarz sehen, das Blackout, die dunkle Wand. Schwarz und unendlich weit. Und vielleicht. Vielleicht lehnt dann eine dünne weiße Leiter an ihr und werde ich über sie hinwegsteigen. Die Wand im Rücken. Und dahinter?
Blick nach vorn.
Liebes Monstrum.
Wir werden kämpfen.
3.3.11 21:18
 


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