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Es geht ein Windzug durch's Haus, es wird kalt. Am Fenster stehen und mit wippenden Bewegungen auf die Färbungen der Blätter warten. Warten, bis der Wind kalt genug für eine Heizung wird, warten auf den Geruch von Spekulatius, Tee und Kerzen. Bestandsaufnahme: Nasses Laub, tanzende Stürme durch nahe Bäume, ein fernes Rauschen. Kalte Finger, trippelnd über die Fensterbank. Der Herbst drückt die Augen nieder, schließt den Mund, stumm stehend am Fenster. Es gibt kein Vorwärts in der Sprache, nicht jetzt, denn alles kehrt zurück. Es wird Zeit für alte Worte. Zurück zu Ausgangsorten, der rote September dreht die Uhr um Jahre, zeigt lang Vergangenes, das blieb in Kopf und Körper.
Es wird dunkel um uns, es wird Herbst. Es wird Zeit, die Jacke fester zu ziehen um den Körper, die Arme zu schlingen und den Schal. Wir bleiben. Wir müssen. Ein wenig auf der Stelle, das tut weh und das soll es.  
Da ist Musik. Da ist so viel Musik, geblieben und neu. Wir stehen stumm und hören.
15.9.09 20:13
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Puschenteil / Website (15.9.09 20:23)
Grandios


Herbststurm / Website (15.9.09 21:47)
Deine Worte bringen totgewünschte Saiten ganz tief in mir drin zum Schwingen. Alles und nichts war im
September. Dort endete eine Geschichte, eine andere wollte noch so viele Worte entlocken und doch blieb alles bei einseitigem
Schweigen. Ich liebe den Herbst. Ich liebe dieses Gefühl von Hilflosigkeit, wenn einem der Sommer wie Sand durch die Hände rinnt, beim Versuch, ihn noch ein Weilchen
festzuhalten.

Danke für deine Worte.

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